Mathematik
November 24th, 2010
Wie vlt der ein oder andere von euch weiß, studiere ich jetzt Mathe, und Mathematik ruft bei Menschen herrliche Reaktionen hervor.
Zum Beispiel letztens: Ich knobelte an einem Problem herum, stellte Gleichungen auf. Programmierte ein bisschen und löschte es wieder. Stellte Konzepte auf und verwarf sie wieder. Wie war nur die Lösung? Sie musste existieren, es musste irgendwie gehen, nur wie? WIE? Ich dachte hin und her und plötzlich…. Wusste ich es. Ich hatte ein Idee, die Tinte floss auf das Papier bildete Formeln und Zahlen. Dann war sie da: DIE LÖSUNG. Als ich es betrachtete war es als hätte sich die Welt neu erschaffen, ich fühlte mich wie Einstein, Newton und das schlaue besserwisserische Kind aus irgendeinem Kinderbuch durch DNA-Spielereien zu einer Person geworden. Das war nicht nur die Lösung der Aufgabe, es war die Weltformel, und ich, ich ganz allein hatte sie entdeckt. Ich hätte tanzen können vor Begeisterung, denn wer hätte das erwartet, niemand hätte es erahnen können, aber ich habe es herausgefunden: die 225. Ziffer von pi ist 7.
Im falschen Film
März 6th, 2010
Ein Freund, der erst kürzlich von einem Auslandssemester aus Spanien zurückgekommen ist, hat in Kürze Geburtstag. Sein Mitbewohner schlägt vor eine Überraschungsparty zu organisieren, wofür ich recht leicht zu begeistern bin, da ich noch nie auf einer Überraschungsparty war. Erstens werden solche selten gegeben und zweitens, wenn es mal dazu kommt wird der zu Überraschende doch vorher informiert, um sicherzugehen, dass er auch zu hause ist…
Naja, wer mich kennt weiß, dass ich niemals aufgebe. Also führen wir ein paar Telefonate mit gemeinsamen Freunden und siehe da: Keiner kann kommen. Letztlich haben wir doch eine Freundin erreicht, die uns eine Zusage für sich und ihren Freund gibt. Alles klar, mein Freund und ich, wir sind gespannt, denn heut – ach ne, das war was anderes. Wir verabreden uns also am Tag der Überraschung vorher noch einkaufen zu gehen, ein Geschenk zu besorgen und etwas leckeres, was wir für die Party und das Geburtstagskind kochen können, welches sich ausschließlich von Mensaessen und gelieferten oder Tiefkühlpizzen ernährt. Standardmäßig wird der “zu Überraschende” also doch wieder vorher informiert und ihm wurde per SMS noch nahe gelegt nichts zu essen, da wir gemeinsam kochen wollen. Um den Präsentkorb, den wir ihm unter nicht geringem Aufwand besorgen ( sein Mitbewohner unterbricht das Lernen in der Bibliothek, was für ihn sehr untypisch ist und wir fahren mit dem Bus durch das Kreuzberg Aachens zum Real am braunen Salon der Welt ) noch anständig herrichten zu können ohne, dass er davon etwas merkt machen wir aus, dass ich bei ihm anklingel, wenn ich vor der Tür stehe und ich mich in die Wohnung schleichen kann. Perfekt, wir machen also das Beste draus, es ist noch etwa eine halbe Stunde, bis es starten kann, da erhalte ich eine SMS: “Wir kommen heute nicht sorry mir gehts nicht so gut. Ihr müsst ohne uns feiern. [...] Feiert schön. Gruß” Jaa…
Ich mach mich mit den Sachen auf den Weg zum Bus, jedoch werde ich im Treppenhaus abgefangen von einem Mieter, der erst seit kurzem in dem Haus wohnt. Er fragt, ob ich mitbekommen hätte wie er sein Klavier gestimmt hat und ob mich das gestört hätte. Ich denk nur “Digga so laut wie ich Musik höre, kann mich das erstens nicht stören und zweitens schon gar nicht vor 22 Uhr.” Naja, im nächsten Moment seh’ ich den Bus vor meiner Nase wegfahren, was ich bei diesem Bus allerdings mittlerweile gewohnt bin…
Also zur anderen Haltestelle und dort mit dem nächsten Bus fahren. Der Busfahrer schafft es, nachdem die Fahrgäste eingestiegen sind, auf die rote Ampel in 3m Entfernung zuzustöttern und danach noch eine Vollbremsung hinzulegen. Ich habe einen Rucksack, eine Einkaufstüte und einen Flechtkorb dabei, was es mir auch schwer macht an zwei sich im Gang gegenüberstehenden Turteltauben vorbeizukommen. Was macht also der Affe von Busfahrer an der Haltestelle, an der ich raus muss? Genau, er macht nur hinten auf. Naja, wie abgemacht schleiche ich mich in die Wohnung und trage meinem Freund die Leidensgeschichte vor. Wir machen aber natürlich dennoch das Beste draus und blasen schon mal die Luftballons auf und richten den Präsentkorb her.
Alles ist vorbereitet und wir klopfen an die Tür des Geburtstagskindes, in dessen Zimmer Licht brennt. *klopf* *klop* – nichts.
*klopf* *klopf* *klopf* – nichts. Er scheint zu schlafen. Hey, der Abend ist gerettet: Jetzt können wir schon mal kochen und wenn wir dann fertig sind, gehen wir ihn wecken und es gibt doch noch eine kleine Überraschung. Aus dem Zimmer hören wir ein Handy klingeln, kurz darauf die Stimme des Geburtstagskindes. Die Tür geht auf: “Hey, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!” “Wir haben dir eine Kleinigkeit besorgt.” Er wird in die Küche geführt: “Ihr seid doch verrückt!”, zieht sich an: “Ich kann heut’ nicht mit Karten spielen” die Wohnungstür geht zu.
Mein Freund:
,… °-°,… -.-,… °-^, … o_0
Ich: -.-,… -.0,…. :-°,
, … °-° …. surprise…
Klein Susi will doch anders sein!
Februar 23rd, 2010
Sicherlich ist es dem ein oder anderen schon aufgefallen: das was unsere Zeit mit sich bringt ist nicht nur bessere Busanbindung, weniger Nazis und jeden Tag ein halbes Schwein für den fleißigen Deutschen, bzw. natürlich Rind für unsere muslimischen Gäste, sondern noch ein ganz anderer Aspekt. Jeder darf er selbst sein. Und das tatsächlich immer mehr nicht nur auf dem Papier. Das macht es allerdings unserer geliebten Jugend auch immer schwerer.
Denn, wie zum Teufel soll Klein Susi noch andres sein?
„Mama, ich bin lesbisch!“ „Das finde ich toll mein Schatz, stell mir doch deine Freundin mal vor“
„Mama, ich bin Emo!“ „Hach ja, die Jugendkulturen.. ich muss dir unbedingt mal von meiner Punk-Phase erzählen, als ich in deinem Alter war. Oma hat mich da nie verstanden, aber keine Angst, den Fehler mache ich nicht.“
„Maamaaa!! Ich mach mir ein Piercing!!“ „Wenn du das wirklich willst, mein Schatz, werd ich mich dir nicht in den Weg stellen“
Klein Susi tritt schließlich einer schwarzsatanischen Band bei und beißt täglich auf der Bühne zwei Hamstern den Kopf ab und opfert sie dem Gott der Finsternis. Mama hat das mit Papa besprochen, und sie sind zum Schluss gekommen, dass das nur eine Phase ist und das Branding mit dem Sektenzeichen sich schon wieder rauswächst. Ansprechen macht es bestimmt nur schlimmer… einfach warten, irgendwann geht selbst die längste Pupertät zu Ende.
Im Aldi
Januar 11th, 2010
Vor einiger Zeit wollten ein Freund und ich für uns, seine Freundin und seinen Mitbewohner etwas zu Essen zubereiten. Zu diesem Zweck gingen wir vorher einkaufen. Was, das war uns vorher noch nicht klar, aber wir beschlossen letztlich Nudeln mit einer Käsesauce zu „zaubern“. Das klingt nicht sonderlich kreatief, darum haben wir uns überlegt die Käsesauce wenigstens selbst zusammenzustellen. Dem Einfallsreichtum waren keine Grenzen mehr gestellt, als wir uns einig waren, dass uns Gorgonzola zu teuer war. Also haben wir uns durchgelesen, was in so einer Fertigmischung für Käsesauce drin ist – erstaunlicherweise: Käse! Weise wie wir sind, ließen wir den Einkaufswagen bei den Maiskonserven stehen und machten uns auf zur Käsetheke. Wir waren gerade dort angekommen, umringt von ca. 8 Einkaufswagen und weiteren noch im Gang stehend, als vom Lager aus eine Mitarbeiterin mit einem riesigen und breiten Stapelwagen sich den Weg durch die Kühlabteilung nach ganz hinten bahnen wollte. „Kann ich bitte mal durch?!“ Auf diesen Satz folgte eine Welle von weiteren fünf Einkaufswagen, die von hinten gegen die bereits stehenden brandete. Mein Freund nur: „WTF?!, muss die gerade JETZT hier lang? Es ist ja nicht so, als wäre es schwer zu erkennen, dass man hier nicht durchkommt. Mich hat der Umstand, dass sie durch die bereits ca. 8 vorhandenen Wagen durchpreschen wollte schon fast lachend auf dem Boden rollen lassen, aber als dann die Nachhut von 5 weiteren Wagen anrückte war ich am Ende. Vermutlich hätte ich tatsächlich da gelegen, wenn denn die Situation es nicht unmöglich gemacht hätte sich auch nur im stehen zu drehen. Die Leute um uns herum waren entweder völlig entsetzt und grummelten über diese Umstände oder waren total perplex über den Irren in ihrer Mitte, der sich darüber schier totlachte. Ich verfluchte bloß lachend die Schande, dass ich keine Videokamera oder doch wenigstens einen Fotoapparat dabei hatte…
Auf bald,
omfgcrit
Abenteuerlust
Januar 9th, 2010
Freitag der 8.01.2010
Die Vorlesung endete heute etwas früher, da noch etwas organisatorisches besprochen wurde, mit dem wir zeitig fertig wurden. Auf diese Weise hatte ein Freund von mir, der in Roetgen wohnt die Chance darauf den Bus, welcher um 14:45 am Bushof abfährt zu erwischen. Zu diesem Zeitpunkt war es etwa 14:35 und wir befanden uns in der Ahornstraße 55. Wir warteten innen, da man den Bus von da aus sehen und so bequem einsteigen kann, sobald er hält. Ich hätte eigentlich auf die andere Seite der Haltestelle gemusst, jedoch hatte ich noch etwas Lust auf Gesellschaft und Unterhaltung.
Wir arbeiteten heraus, dass mein Freund, wenn ein günstiger Zug käme, von Westbahnhof zum Hauptbahnhof fahren könnte und da in seinen Bus. Das Risiko war ihm heute zu groß und ich bot ihm an, das mal in Erfahrung zu bringen. Er führe laut seiner Aussage für gewöhnlich mit der 33 bis zum „Audimax“ und würde von dort aus schnellen Schrittes mit gelegentlichen Laufeinlagen bis zur Hauptpost laufen, an der sein Bus erst 7 Minuten nach Abfahrt am Bushof halten würde.
Ich hielt diese These für gewagt, da zwischen den beiden Haltestellen nur noch eine liegt. Aber er schien schon Erfahrung gehabt zu haben.
Da fuhr auf der anderen Seite die 12 vorbei, die ich eigentlich genommen hätte und mir ging auf: “Eigentlich könntest du auch einfach die 12 nehmen und damit direkt zur Hauptpost durchfahren.” Das war für ihn eine ganz neue Eröffnung und er hatte vor, dies das nächste Mal in Erwägung zu ziehen. Irgendwann kam dann auch die 33 und wir stiegen ein. Von einer Haltestelle vor “Westbahnhof” hat man einen Blick auf den Westbahnhof selbst und wir stellten fest, dass da noch einige Leute standen,
jedoch war nicht sicher für welchen Gleis. Wir fuhren also weiter. Die nächste Haltestelle war dann “Audimax” und er wollte aussteigen um seinem Plan nachzugehen von da aus zu “Hauptpost” zu laufen. Ich stellte die Überlegung an, dass man doch auch noch bis “Driescher Gässchen” weiterfahren kann und dann von dort aus loslaufen. Wir hatten leider nicht viel Zeit darüber nachzudenken, als auch schon die Türen wieder schlossen. In der dadurch “gewonnenen Zeit” allerdings haben wir beschlossen, dass das absoluter Quatsch ist und mussten feststellen, dass es bereits 14:45 war, als wir an “Driescher Gässschen” ankamen. Wir blieben also in der 33 und fuhren weiter bis zum “Bushof” und dann “Elisenbrunnen”, an dem wir seinen Bus leider nicht stehen sahen, dafür aber noch Ausschau nach wartetenden Roetgenern, im gehässigen Volksmund auch “Eifelyetis” genannt, hielten. Wir konnten keine bekannten Gesichter ausmachen und mir kam die Idee, dass er ja noch bis “Normaluhr” mit der 33 weiterfahren könnte und da versuchen, seinen Bus zu erwischen. (Die 33 fährt einen anderen/schnelleren Weg dorthin allerdings hält er auch nicht an der richtigen Seite und man müsste noch 1-2 Ampeln überqueren.) Ich selbst hätte eigentlich am Elisenbrunnen aussteigen und einen Bus nehmen können, der mich direkt vor die Haustür fährt. Jedoch hatte mich die Abenteuerlust gepackt und ich wollte wissen, ob er das schafft.
So fuhren wir also weiter bis zu “Normaluhr”. Auf dem Weg dorthin hat mich das rote Anzeigefeld auf dem Display der nebenbei erwähnt recht grantigen Busfahrerin fasziniert, welches „-2“ anzeigte. Ich fragte mich, ob das jetzt bedeutet, dass der Bus zwei Minuten zu früh dran ist, oder zu spät. Ich kam zu dem Schluss, dass es „zu früh“ heißen müsste, da sich die Anzeige auf „-1,5“ änderte, wenn wir standen und sich wieder nach oben korrigierte, wenn wir wieder zügig fuhren. Vielleicht war die Busfahrerin selbst von unseren absurden Plänen ergriffen, was ihren Fuß schwerer werden ließ. Mein Freund sinnierte währenddessen, dass er vielleicht doch lieber von dort aus zu “Rosenquelle” (eine Haltestelle weiter) laufen würde. Ich war Feuer und Flamme von der Idee, stieg mit ihm aus und sah mich im nächsten Moment mit ihm durch den Schnee sprinten. Auf der Gegenüberliegenden Seite der Haltestelle angekommen, die Lungen brennend, der Atem versagend, sahen wir dort Wartende Menschen und dann sahen wir “IHN” – seinen Bus.
Wir hatten es geschafft!
Im Anschluss an dieses atemberaubende Abenteuer bin ich dann per pedes nach Hause (Die Entfernung entsprach etwa der von der Ahornstraße 55 bis zu mir nach Hause) mit einem kurzen Abstecher zum Pennymarkt, in dem ich noch ergänzende Einkäufe tätigen wollte zum anstehenden Schneesturm, was allerdings zunächst mit der Schwierigkeit verbunden war, dass die Einkaufswagen meine Münzen abwiesen und ich letztlich von ein paar tatsächlich nützlichen Lebensmittel abgesehen mir einiges gradezu unsinniges in den Wagen, dann auf das Fließband und dann nach Bezahlung wieder in den Wagen gelegt habe. Möglicherweise noch Auswirkungen des bestandenen Abenteuers.
So long,
omfgcrit
Der Inasche Ampellauf
Oktober 20th, 2009
Ist der Mensch nicht ein erstaunliches Wesen?
Ein gutes Beispiel, an der ich die Besonderheit dieses verkümmerten Affen aufklären möchte:
Der Ampellauf: Vielleicht ist euch folgendes Phänomen schon einmal untergekommen. Ich habe heute über den von mir genannten „Inaschen Ampellauf“ (Mein Name wird in die Geschichte eingehen wuahahaha) ausführliche Studien betrieben. Meine Studienobjekte waren:
im Allgemeinen: ein Haufen Aachener
im Besonderen: eine Gruppe männlicher Jugendlicher im HipHop-Style; ein geschäftig umherblickender Mann mittleren Alters; ein junges Mädchen und ein verliebt Schweiß und Spucke austauschendes Pärchen
Die besagten Beobachtungsobjekte wurden im gezielten Versuchsumfeld gesichtet und nach möglicher Vielfalt an Beinlängen, Schuhgrößen und Enge/Weite der Kleidung ausgewählt. Alle diese Faktoren schienen mir von größter Bedeutung.
All diese Personen gehen mit durchschnittlich 4 km/h auf die Ampel zu (das Pärchen langsamer, der Mittel-Mann schneller), und nun tritt das eingreifende Phänomen ein: Die Ampel schaltet auf rot
Hier schon die erste Gemeinsamkeit: Die Gesichtsausdrücke werden finsterer, doch unserer Versuchsobjekte bleiben brav und suchen sich eine Beschäftigung. Sei es reden, wichtig umherblicken, seine Füße betrachten oder die Augen seiner Begleitung.
Wirklich interessant wird es, wenn die Autoampel auf Orange springt. Alle unsere Versuchsobjekte zeigen eine merkliche Veränderung, Gespräche werden abgebrochen. Die vorne stehenden stellen sich möglichst weit an die Kante des Bordsteins. Und auch die weiter zurück stehenden beginnen, sich auf eine gute Startposition zu drängen. Die Menge an Menschen wird zu einem immer kleineren, dichter gedrängten Streifen. Die Formel, die diesen Verlauf ausdrückt, habe ich als f(x)= 1/2*x+s bestimmt, wobei f(x) die Breite des Wartendenstreifens, x die Zeit, und s die Anfangsausbreitung ist.
Niemand begibt sich vor dem herbeigesehnten Zeichen auf die Straße, aber jedes kleine Stück Weg, dass man schon zurücklegen kann, wird beansprucht. Ungeachtet ihres vorher zu beobachteten Verhaltens folgt jede unserer Versuchsfiguren genau diesem scheinbar triebhaft bedingten Drängen, eine zumindest um ein paar Zentimeter bessere Startposition als seine Mitmenschen zu erarbeiten.
Wenn es nun schließlich Grün wird, entspannen sich unsere Versuchspersonen wieder. Die Hip-Hopper beginnen wieder cool zu sein, der geschäftlich wirkende Mann rückt seine Krawatte zurecht und fällt in seinen alten selbstbewussten Schritt und das Pärchen geht langsam Blicke tauschend weiter.
Auslegung: Ich habe meinen Versuch sorgfältig mit schon veröffentlichten anderen Studien der Psychologie verglichen, und bin zu folgendem Ergebnis gekommen. Die grüne Ampel wird von einem Teil des menschlichen Gehirns als Mutter bzw. Vater personifiziert, die/der das erwachsen gewordene Kind für das moralisch richtige Verhalten (an einer roten Ampel warten) belohnt. Auf Grund des Ödipus-Komplexes, wird diese Belohnung mit Sexualität gleichgesetzt. Da aber nun jeder Mensch einen Sexualtrieb hat, möchte er/sie möglichst Stärke demonstrieren, und versucht dies indem er/sie die erste Position unter all diesen Menschen einzunehmen versucht.
Wenn die Ampel nun auf Grün springt, merkt das Gehirn welch fataler Irrtum die ganze Geschichte doch war, das die vermeintliche Mutter, oder der vermeintliche Vater nämlich bloß eine Ampel ist. Deshalb schickt es den Menschen schnell wieder in seine normalen Verhaltensweisen zurück und lässt ihn seine Gedanken vergessen.
Rollenspieler
September 17th, 2009
Der Rollenspieler (ludo partes) ist eine Sonderart aus der Familie der Spielebegeisterte (ludo cerritus). Diese sind eine Familie der Gruppenaktivisten (solitudo osus).
Merkmale
Aufgrund der Vielfalt von Größe, Statur und Fellfärbung ist eine eindeutige Einordnung oft schwierig. Charakteristisch ist allerdings der Würfelbeutel (alea saccus), der dem rituellen Stärkevergleich zwischen Rivalen und dem Abstecken des Reviers dient.
Mit einer Zusammenkunft von oftmals vielen Stunden an mehreren Tagen der Woche zählen die Rollenspieler zu den geselligsten Arten der Spielebegeiersten. Nur selten sind Rollenspieler alleine genau als solche zu bestimmen. Erst das typische Gruppenverhalten lässt eine Artbestimmung zu.
Typisch sind Lautäußerungen, wie „In-ni“ , die meist unmittelbar vor der rituellen „Würfeldemonstration“ (alea collatio) ausgestoßen werden.
Verbreitung/ Habitat
Der Rollenspieler ist überall auf der Welt verbreitet.
Er siedelt sich meist in kleinen Kneipen oder engen, dunklen Räumen an. Sonnenlicht weichen sie aus, da es oft Verfärbungen auf ihrer Haut verursacht, die ihre Würfel-Hautfarben-Kombination (alea cutis) verfälschen würde. Diese ist entscheidend zur Wiedererkennung verschiedener Individuen der selben Art.
Larvhabitat
Die Larven leben oft anfangs noch in helleren, sonnigeren Gefilden, wie Balkons, oder offenen Parkanlagen. Der Zeitpunkt des Umsiedelns varriiert sehr stark je nach Artvorkommen des Lebensraumes
Verhalten
Unabhängig von Jahreszeiten oder ökologischen Einflüssen neigt diese Art zu Aggregation. Mehrmals die Woche finden Zusammenkünfte statt, bei denen es sich hauptsächlich um das Wetteifern mit erfundenen Regeln und das vergleichen des Würfelbeutels handelt.
Typisch ist auch eine tiefe Trauer, die aus dem Ende dieser Zusammenkünfte resultiert. Diese äußert sich vor allem in dem charakteristischen Klageruf „meeehr ex-peeee“, je nach Art variirt der Ruf auch zwischen „meeehr Kaaarmaa“ oder „Erfahruuuuuung“
Eiablage/ Larvalentwicklung
Rollenspieler können sich sowohl eigenständig, als auch mit Partnern vorpflanzen. Die Eier werden meist einfach wild in der Gegend und/oder unter Menschen verteilt. Bei idealen Lebensbedingungen, welche aus genügend Futter in Form von Regelbüchern und Settingberichten besteht entwickeln sich die Larven nach einer stark varriirenden Zeit zu ausgewachsenen Rollenspielern.
Gefährdung und Schutz
Durch den illegalen Import von so genannten MMRPG’s(Mutant Monster Role Play Glutton), deren Hauptnahrung aus Rollenspieler-Eiern besteht, ist die Art sehr bedroht und steht in weiten Teilen der bewohnten Welt unter Artenschutz.
P.S: Reaktionen von meinen Vorzeige-FReaks findet ihr hier =)
Subjektivität
September 15th, 2009
Eine Menge Philosophen haben schon darüber philosophiert: Ist das was wir wahrnehmen wirklich existent? Ist es nicht rein Subjektiv und lässt keine einzige Aussage zu? Tja, bis vor 5 Minuten war dies eine recht fragliche These, doch nun habe ich den Beweis:
Folgende Situation:
Ich, Ina – ihres Zeichen müde Träumerin auf den Weg nach Hause – gehe die besagte Straße entlang.
Eine kleine Gruppe Fahrräder/innen trägt ihre Besatzung an mir vorbei. Scheinbar hatten besagte ignoriert, dass der übliche Verkehrsunterdrücker, Ampel, ihnen warten geboten hätte. Zumindest schleiße ich dies haarscharf aus dem Rufen einer Stimme – weiblich, wütend, Verkehrslärm übertönend – mit folgenden Worten „Hee, Sie sind wohl farbenblind, denken sie doch an die Kinder“
Die Fahrräder bleiben davon völlig unbeeindruckt, doch einer ihrer Aufsassen lallt laut und unverständlich eine Antwort, die mich zum Nachdenken stimmt: „Ach die Kinder, die Kinder… als ob die nicht selber wüssten wann gelb is, oder orange, oder schwarz…“
Da seht ihr es also, liebe Leser! Dieser Mann sieht die Dinge anders als wir alle, er sieht nicht Grün, rot und gelb auf einer Ampel, sondern gelb, orange und schwarz… ein recht verstörender Gedanke? Denn was wenn dieser Mann der einzig normale, sinnvoll denkende ist und alle anderen verrükt? Oder was ist wenn alle die Dinge sehen wie der Mann und ich die einzige verrükte bin? waaahhh
Frühling
Mai 18th, 2009
Draußen wächst der Frühling so vor sich hin und wie jedes Jahr aufs Neue bedeutet das auch eine instinktive Verantwortung der Männchen jeder Spezies ihre Gene in die nächste Generation zu übertragen. So kann man auch in der Gattung der Homo sapiens die Paarungsrituale sehr schön beobachten. Mit rhetorischer Finesse versuchen die Männchen den Weibchen ihre überragenden Fähigkeiten und Intelligenz zu demonstrieren. Ein kleines, heute erlebtes Beispiel:
„500 mill, weißt du, also 0,5, weißt du. Also nich 700 mil, das ist zu viel, also 0,7, weißt du, also 500 mill, also sonne Flasche, also sone Flasche tust du halbe Eistee, weißt du und dann tust du halbe Wodka, weißt du und dass krieg ich getrunken. Also allein, weißt du, also halbe Wodka, aber mehr nicht. Also bei ein Becher mehr, weißt du, ein Becher mehr, dann merk ich schon so das ich besoffen werde weißt du, also dann kann’sch nich’ mehr gehen und so weißt du, aber halbe, halbe geht gut, also 500 mill, weißt du.
Aber wenn du richtig hart willst, nimmst du Wodka pur, weißt du, ey ich schwör auf koran, dass kann keiner, flasche wodka pur weißt du, aber ich krieg schon zeimlich viel, aber kann auch keiner, also proffessionelle in Russland, die kriegen das, aber auch nicht ganze Flasche, aber viel weißt du. Aber hab ich auch noch nicht live gesehen, hab ich nur von gehört. Ey, wenn du mich besuchen kommst, geb’ ich dir bisschen pur, weißt du, nur minni minni minni kleine paar tropfen, und ich sag dir du musst so kotzen, weißt du.“
Vor Begeisterung mit ganz großen Augen so einen guten Erbträger gefunden zu haben macht das Weibchen ein Treffen zur Kopulatuion aus:
„Eeecht? Also morgen dann, wenn wir uns treffen?“
1978
Oktober 8th, 2008
Meine Schwester hat mir ein paar alte Kalender mit wunderschönen Bildern geschenkt, die sie nicht mehr verwendet. Eben habe ich festgestellt das sie aus dem Jahre 1978 stammen…
das bringt mich ans schwärmen von guten alten Zeiten, solche Erinnerungsstücke sollte man immer aufbewahren. 1978… hach… mhmm… moment mal * geburtsurkunde rauskram * das war 12 jahre vor meiner Geburt, damals existierte ich vermutlich nicht mal als Gedankenexperiement!
Was soll man dazu sagen? 1978… und die drucken einfach schon Kalender, obwohl es mich noch nicht gibt, und dann auch noch hübsche mit Bildern von einem gewissen Walter Lindner. Walter Lindner… übrigens findet man wenn man in Wikipedia nach ihm sucht nur einen deutschen Diplomaten. Das scheint ein Komplott zu sein, denn die Bilder sind wirklich sehr gut. Da steckt bestimmt was dahinter… ganz sicher.
Theorie 1: Als die Menschheit bemerkte, dass sie so einen hübschen Kalender unmöglich vor meiner Gebrurt hätte entwerfen dürfen, haben sie den Maler beiseite geschafft und alle Kalender vernichtet. Doch durch einen Zufall der Hauptsächlich durch einen deffekten Durchlauferhitzter und eine Tafel bitterer Schokolade verursacht wurde, konnte dieser eine Kalender verschont werden und ist über viele Gefahren und Wege in die Hände meiner Schwester geraten.
Theorie 2: Diese Bilder bestehen in Wirklichkeit aus winzigen farbigen Binärcodes. Wenn man immer die Zahlen (0en und 1en) mit der selben Farbe anneinender fügt und dann alle entstanden Zahlen multipliziert, entsteht ein Rätsel. Wer dieses Rätsel lösen kann, entdeckt den Beweis für ausserirdisches Leben. Deshalb darf dieser Kalender niemals vernichtet werden, und eine geheime Organisation unter dem Decknamen „Pütztes Schuhputztdienst“ suchte einen sicheren Aufbewahrungsort. Und was ist wohl der sicherste Ort auf Erden? Richtig, der Dachboden einer alten Frau, die mit einem Besenstiel zuschlagen kann. Allerdings hatte die Organistion nicht die Intelligenz meiner Schwester bedacht, die sich ihren Weg auf den Dachboden mit ihrem Talent zum Treppensteigen bahnte. Sie erkannte allerdings nicht was sie vor sich hatte und gab den Kalender so achtlos an mich weiter.
Theorie 3: Dieser Kalender ist eigentlich ein zweidimensionales Wesen, mit der Rassenbezeichnung „Lindner“ und dem Namen „Walter“. Walter wollte schon immer beweisen dass es noch eine 3. Dimension gibt und hat herumexperiementiert. Als dabei eine Explosion von zweidimensionalen kleinsten Teilchen ein zweidimensionales schwarzes Loch erzeugten, wurde er hineingezogen. Als er bemerkte, dass er tatsächlich die Dimension gewächselt hatte, konnte er sich darüber leider nicht mehr freuen, weil seine Persöhnlichkeit und sein komplettes Ich nur noch aus Bildern bestanden: Er war zu einem Kalender aus dem Jahre 1978 geworden. Sein ganzes Leben verbringt nun jedes seiner Bilder damit darüber nachzudenken, warum genau dieses Jahr.